Aktuelles

Am Samstag, den 20. Mai 2017 veranstalten wir mit der Trachtenkapelle Oberried ein Doppelkonzert in der Belchenhalle. Beginn ist um 20.00 Uhr. Einlass und Bewirtung ab 19.00 Uhr. Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Konzertabend. Weitere Infos


Termine

19.06.2017

19.00 Uhr - Handwerkerhock MV Atzenbach

25.06.2017

14.30 Uhr - Nachmittagskonzert TK Präg

02.07.2017

11:00 Uhr - Jubiläumsfrühschoppen Schulhof

07.07.2017

19:00 Uhr - Stollenhock Elferrat

16.07.2017

12.00 Uhr - Konzert MV Todtmoos-Weg

04.08.2017

19.0 Uhr - Kurkonzert beim Haus Inge

Chronik

Die Idee in Aitern einen Musikverein zu gründen, war schon längere Zeit vorhanden, als Winfried Kiefer 1965 einen ersten Versuch startete. Der damalige Bürgermeister Lais hatte ihm schon 1.000 DM aus der Gemeindekasse zugesagt, aber leider bekam man nicht genügend interessierte Leute zusammen.

Am 02. Juli 1967 war es dann soweit, die Trachtenkapelle Aitern wurde im Gasthaus Rössle gegründet. 10 junge Männer wurden aktive Mitglieder und der Initiator Winfried Kiefer, der 1. Vorsitzende. Leider gab es von der Gemeinde fast keine Unterstützung, da Bürgermeister Lais nicht mehr im Amt war, so mussten die Mitglieder, neben einer gehörigen Portion Optimismus und Idealismus, auch hohe finanzielle Opferbereitschaft mitbringen!

Die Gründungsmitglieder waren:

Winfried Kiefer                                  Otmar Kiefer

Gerd Kiefer                                        Leo Kiefer

Jürgen Kiefer                                     Peter Pfefferle

Hans-Peter Becker                             Wilfried Knobel

Klaus-Peter Rudiger                           Kurt Becker

Als nächstes wurden kostengünstige Neu- und Gebrauchtinstrumente angeschafft. Dies wurde durch die Eigenmittel der Aktiven aber auch durch Spenden der Bevölkerung und der Werbung von Passivmitgliedern möglich. Außerdem wurde dem jungen Verein auch von den örtlichen Vereinen, der Gemeinde, der Sparkasse Schönau, sowie von hiesigen Geschäftsleuten finanziell unter die Arme gegriffen.

Nachdem ein Dirigent doch wieder kurzfristig absagte, musste der 1. Vorstand Winfried Kiefer auch noch die musikalische Leitung übernehmen, da er der Einzige war, der bereits Erfahrung als Musiker hatte. Starthilfe in Bezug auf Ausbildung, leisteten auch Musiker von der benachbarten Bergmannskapelle Wieden.

Leider wurde der Aiterner Musik am Anfang die Existenz nicht leicht gemacht, so gab es neben den finanziellen Problemen nicht wenige die dem Projekt „Trachtenkapelle Aitern“ skeptisch und mit Vorbehalt gegenüber standen. Doch haben Kameradschaft und Zusammenhalt anfängliche Tiefen und Rückschläge überwunden.

1968 übernahm dann Fridolin Behringer die musikalische Leitung des Vereins, die er bis zum 25-jährigen Jubiläum 1992, behalten sollte. Ihm verdanken sowohl viele Musikerinnen und Musiker ihre Ausbildung als auch der Verein seine positive musikalische Entwicklung.

Zwei Jahre nach der Gründung wurde dann Anfang Juni 1969 das offizielle Gründungsfest auf dem alten Festplatz am „Rollsbergle“ gefeiert. Hierzu lud man alle Musikvereine aus dem Umkreis ein, engagierte eine Tanzkapelle und eine Verlosung. Das Fest war ein voller Erfolg und die Trachtenkapelle war auch finanziell über den Berg. Musikalisch war man soweit, dass im Wechsel mit dem Gesangsverein alle 14 Tage Gästeabende veranstaltet wurden.

Bei der Generalversammlung 1970 brachten die Vereinsvertreter und Bürgermeister Steiger dem Verein ihre Wertschätzung entgegen und zeigten sich erfreut über den Fortschritt des jüngsten Vereins im Dorf.

In diesem Jahr wurde, überwiegend durch Spenden und eine Dorfsammlung finanziert, die erste Tracht, in Form eines grünen Trachtenanzugs angeschafft und im Rahmen einer Trachtenweihe im Mai vorgestellt.

Im Jahr 1971 war die Trachtenkapelle schon so gut aufgestellt, dass sie schon zahlreiche Auftritte im Ort, aber auch bei benachbarten Musikvereinen wahrnehmen konnte.

Nachdem schon seit Jahren immer Gäste des VDK Bremen in Aitern zu Gast waren und diese die Trachtenkapelle bei den zahlreich durchgeführten Gästeabenden kennen gelernt hatten, fuhr man auf deren Einladung im Oktober 1972 ein paar Tage nach Bremen. Zusammen mit dem „Belchenecho“ einem Gesangsduo aus Aitern wurden mehrere Auftritte in verschiedenen Lokalitäten durchgeführt und die Musiker erlebten ihre erste Konzertreis

Das erste Weihnachtskonzert der Vereinsgeschichte, fand am 30. Dezember 1973 im Rössle-Saal in Aitern statt. Hier eröffneten die ersten Zöglinge den Abend mit Weihnachtsliedern, dann spielten die Aktiven ein paar Stücke, dazwischen wurde ein Theaterstück aufgeführt, bevor die Trachtenkapelle noch mal einige Stücke zum Besten gab. Anschließend spielte noch ein Alleinunterhalter zum Tanz.

Hierzu schrieb die Badische Zeitung: „…Bereits eine halbe Stunde vor Beginn war der Saal überfüllt und viele, die später kamen, mussten enttäuscht wieder gehen.“

Die Gästeabende fanden ab August im neuen Schulhaus statt.

Ab 1974 wurden die Weihnachtskonzerte dann im Gemeindesaal in der Schule durchgeführt, hier fanden dann einige Personen mehr Platz.

1975 begannen neun weitere Jungen und Mädchen ihre Ausbildung bei der Trachtenkapelle.

1977 erstellte der Verein eine Satzung um sich ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Anfang Juli wurde das 10-jährige Jubiläum im großen Festzelt auf dem Aiterfeld, mit einem 3-tägigen Fest gefeiert. Mit viel Musik und Tanz, bei strahlendem Sommerwetter, lockte es viele Besucher an und war ein voller Erfolg.

Einen 2-tägigen Ausflug ins Tannheimer-Tal unternahm die Trachtenkapelle im Herbst 1978. Im Oktober startete der bis heute größte Zöglingskurs mit insgesamt 15 Kindern und Jugendlichen.

Bei der Generalversammlung 1979 gab Gründungsmitglied Winfried Kiefer das Amt des 1. Vorsitzenden an Jürgen Kiefer ab.

Im Herbst 1980 unternahm man einen 2-tägigen Ausflug nach Grächen in die Schweiz. Mit großer Besetzung von 35 aktiven Musikern wurde, dank der ins Orchester aufgenommenen Zöglinge, das Weihnachtskonzert am Stefanstag im Schulsaal durchgeführt.

Anfang der 80er Jahre legen die ersten Jungmusiker ihre Bronzenen Leistungsabzeichen ab. Die Musikerinnen und Musiker traten in dieser Zeit mit schwarzen Hosen, weißem Hemd und schwarzem „Mäschele“ auf, da aufgrund der wachsenden Anzahl an Musikern nicht mehr genügend Vereinskleidung vorhanden war.

1983 machte sich der Verein an die Aufgabe der Trachtenanschaffung. Ein Wunsch der schon länger im Raum stand und aufgrund der finanziellen Lage jetzt realisierbar wurde. Dennoch waren weitere Spendengelder notwndig. Dabei beteiligten sich die Gemeinde, örtliche Vereine, aber auch Firmen und Privatpersonen. Vorgestellt wurde die neue Schwarzwälder Tracht im Rahmen eines Frühjahrskonzerts. Kosten für eine Damentracht die komplett in Maßarbeit hergestellt wurde, waren damals 771,- DM und für eine Herrentracht 631,- DM.

1985 legte Franziska Kiefer als erste Musikerin das Silberne Leistungsabzeichen ab. Im Herbst fand ein 2-tägiger Ausflug an die Mosel statt, nach vielen Sehenswürdigkeiten besuchten wir am Abend ein großes Weinfest wo es viel süßen und süffigen Wein gab.

Bei der Generalversammlung 1986 wurde Christine Pfefferle als Schriftführerin gewählt und ist somit die erste Frau in der Vereinsgeschichte in der Vorstandschaft. Im Mai fand das erste Mal ein Wunschkonzert statt. Zum Ende des Jahres wurden zehn Zöglinge in die Reihen der Aktiven aufgenommen, so dass die Trachtenkapelle nun die stattliche Zahl von 42 Musikern aufweisen konnte und die Bühne im Gemeindesaal einen Anbau benötigte.

Im Mai 1987 fuhren wir zum ersten Mal nach Belgien um beim Jubiläumsfest unseres neuen Partnervereins „De Leiegalm“ anlässlich deren 80-jährigem Bestehen teilzunehmen. Der Kontakt war im  Sommer davor zustande gekommen, als einige Musiker des Vereins mit dem belgischen Jugendorchester im Schwarzwald zu Gast waren. Ein Höhepunkt war das Konzert der angesprochenen Jugendkapelle „Burleske“ die mit 150 Jugendlichen ein beeindruckendes Konzert gab. Anschließend wurden wir begeistert für schwungvolle Unterhaltung gefeiert und hatten so selbst viel Spaß an unserem Auftritt. Das ganze Wochenende war geprägt von Stimmung und Spaß und viel Musik und war ein ereignisreiches, unvergessliches Erlebnis bei dem viele langjährige Freundschaften geknüpft wurden und zahlreiche Besuche folgen sollten.

1988 feierten wir unser Sommerfest mit einem Zeltfest bei der Säge und bekamen hier Besuch von unseren belgischen Freunden. Nach der Ankunft am Freitag fand ein gemeinsames Schwarzwälder Abendessen im Gemeindesaal statt und die geknüpften Kontakte wurden wieder aufgefrischt. Musik wurde dabei natürlich reichlich gemacht, auch von der internen Abteilung der Belgier die sinnigerweise „Oberbayernkapelle“ hieß und zünftig in Lederhose und Dirndl gekleidet auftrat. Am Samstagabend zog dann erstmalig ein kleiner Umzug vom Ortseingang bis zum Festzelt mit zwei Kapellen. Im vollbesetzten Festzelt gaben drei Vereine ein Konzert, wo natürlich besonders die belgischen Freunde unter der Leitung des Solotrompeters Jean-Pierre Soens begeisterten. Anschließend heizte Patchwork den Besuchern ein. Nach dem Frühschoppen am Sonntag mit den Belgiern folgte ein Blasmusiknachmittag mit Vereinen aus dem Bezirk.

Bei der Generalversammlung 1989 übernahm Hubert Kessler als Nachfolger von Jürgen Kiefer das Amt des 1. Vorsitzenden. Wieder begannen zehn Kinder ihre musikalische Ausbildung. Beim Weihnachtskonzert wurden erstmalig in der Vereinsgeschichte Musiker zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dies waren die beiden ersten Vorstände und Gründungsmitglieder Winfried Kiefer und Jürgen Kiefer, sowie Dirigent Fridolin Behringer der die musikalische Entwicklung seit der Gründung maßgeblich beeinflusst hat.

Das Jahr 1990 begann mit einem herausragenden Ereignis, der Teilnahme am internationalen Blasmusiktreffen „Prager Winter“ verbunden mit einem Wertungsspiel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Hinfahrt, wurde es ein sehr toller und gelungener Ausflug bei welchem die Kameradschaft, die Musik und der Spaß natürlich nicht zu kurz kamen (Einzelheiten siehe „Konzertreisen“). Dies war einer der größten/längsten Ausflüge und somit ein weiteres Highlight in der 50-jährigen Vereinsgeschichte der Trachtenkapelle.

Im Mai machten wir dann unsere zweite Reise in diesem Jahr. Wir besuchten wieder unsere belgischen Freunde in Bissegem.

Das Sommerfest im Juli fand wieder im Festzelt bei der Säge statt, was sich wieder als voller Erfolg herausstellte.